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Ich bin Ende des Zweiten Weltkrieges in Bonn geboren und wurde im Kloster Steinfeld, einem Salvatorianerkloster aus dem 11 Jahrhundert, als Humanist erzogen. Nach der Photographenlehre bei Hubert Könen in Köln, meiner Heimatstadt, assistierte ich dem hervorragenden Industriephotographen Ludwig Windstosser in Stuttgart bei seinen Aufträgen für Thyssen, Klöckner Humboldt Deutz und anderen Repräsentanten der deutschen Stahl und Schwerindustrie. Anfang 1967 verliess ich mein Heimatland mit dem Ziel Mexiko, wo ich nach Monaten auf den karibischen Inseln Ende 1967 ankam. Mexiko fasziniert mich heute wie damals, und ich begann mit einer photographischen Interpretation der Frauen der Mixtecoindianer von Oaxaca und einer weiteren Arbeit über den Todeskult in Mexiko. Beide Arbeiten blieben mehr als dreissig Jahre lang unveröffentlicht. Seit 1969 lebe ich in Mexico City, wo ich mir in den siebziger Jahren mit Übersetzungen, Simultandolmetschung und freiberuflicher Photographie den Lebensunterhalt verdiente. I973 besuchte ich, inspiriert durch die Skylabflüge, das Lyndon B. Johnson Space Center der NASA und kehrte tiefbeeindruckt vom Phenomen der Schwerelosigkeit und vom Leben des Menschen in Schwerelosigkeit nach Mexico City zurück. In späteren Besuchen des Johnson Space Centers hatte ich Gelegenheit Dr. Joseph Kerwin,einen Skylab Astronauten und einen der ersten Menschen, die Monate in Schwerelosigkeit verbrachten, zu interviewen. In den folgenden acht Jahren machte ich so oft wie möglich Studienreisen zum JSC und anderen Zentren der European Space Agency in Noordwijc und Paris. Während dieser Besuche von rund einer Woche realisierte ich Interviews mit Ingenieuren, Wissenschaftlern und Astronauten und fotografierte ausgewählteTechnologien. Die resultierenden Interviews und Artikel wurden in verschiedenen mexikanischen Illustrierten und Zeitungen und in Spaceflight, dem Nachrichtenmagazin der British Interplanetary Society, veröffentlicht. Ende der siebziger bis Anfang der achtziger Jahre gab ich an Universitäten und kulturellen Instituten von Mexico City Lichtbildervorträge über den Menschen in Schwerelosigkeit und 1981 machte mich die B. i. Society zum Fellow. Parallel zur Erforschung unseres Sonnensystems durch Raumsonden fotografierte ich in den siebziger Jahren in Farbe und mit Infrarotfarbfilmen die Küsten von Baja California und Oaxaca, um so Landschaften anderer Planeten zu simulieren. 1982 präsentierte ich, zusammen mit einer Reihe von Vorträgen von Astronomen über unser Sonnensystem und meinem Lichtbildervortrag über das Leben in Schwerelosigkeit, im Museo de Ciencias y Arte der UNAM (NationaleAutonome Universität Mexiko's) die photographische Ausstellung Paisajes Plantarios (Planetenlandschaften). Seit Beginn der achtziger Jahre spezialisiere ich mich auf Industrie & Architekturphotographie, häufig zur Illustrierung von Company Books und Jahresberichten ausländischer Firmen in Mexiko.Von 1994 bis 1995 gab ich in Mexico City Vorträge über den Einsatz von Hasselbladkameras in Industrie und Architektur, die ich mit meinen Bildern aus Kupferminen, Containertransport zu Wasser und zu Land, von der Zement,Bau, pharmazeutischen und metallverarbeitenden Industrie, aus Kraftwerken, Raffinerien und chemischen Werken, aus Datenzentren, Leitständen, Clean Rooms und Diagnostikzentren, und mit meinen Photos von Werken mexikanischer Architekten und Interior Design Firmen illustrierte. 1994 eröffnete ich das Studio M.M. im Süden der Hauptstadt. Seit Mitte der neunziger Jahre arbeiten wir häufig für die pharmazeutische, Automobil und andere high tech Industrien. 1997 begannen wir digital zu arbeiten und seit der Jahrhundertwende verlassen alle Aufträge digital retuschiert das Studio. Von August bis September 2001 präsentierte ich im Centro Fotográfico Álvarez Bravo in Oaxaca City die erste digitale Photoausstellung des Zentrum's, Ñundeui, al pie del cielo. |
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